Rückblick 26.9. XI. FidAR-Forum in Berlin

Am 26.9. fand das XI. FidAR-Forum von Frauen in die Aufsichtsräte e.V. im Bundesfinanzministerium statt. Mein persönlicher Eindruck: es macht sich eine gewisse Hilflosigkeit breit.
Im Mittelpunkt standen die Zahlen des Public- Women on Board (Wob)-Index und diese stimmen nicht froh. Der Frauenanteil in den Aufsichtsräten öffentlicher Unternehmen hat zwar die 30 Prozent-Marke überschritten, in Führungspositionen ging er allerdings teilweise zurück – trotz der Vorbildfunktion von öffentlichen Unternehmen.
Die Einschätzungen der Referenten über die Ursachen, u. a. der Bundesminister Giffey und Scholz, haben viel Bekanntes wiederholt. Vorhandene Instrumente und Maßnahmen, vor allem freiwillige Zielvorgaben, greifen kaum oder mäßig, denn auch in öffentlichen Unternehmen scheint die männerdominierte Kultur robust.
Lichtblicke waren Sigrid Nikutta, die als Chefin der BVG zum Thema Gender Equality auf jedes Podium muss. Denn sie ist ein Beispiel dafür, dass Entscheiderinnen Fortschritte schaffen können. Auch Janina Kugel, (noch) Personalvorständin von Siemens, war erfrischend, sie legte wenigsten den Finger in die Wunde.
Alle Zahlen und Videos rund um das Forum finden sich auf www.fidar.de
Mein Fazit: Mir fehlte bei der Diskussion etwas „gretamässiges“ – mehr Empörung, mehr Kraft. Können wir mehr Schwung in die Sache bringen? Bringt uns ein Paritätsgesetz voran? Brauchen wir einen Frauenstreik oder Fridays for Equality?