6. Juli 2017 – Das Entgelttransparenzgesetz ist in Kraft getreten

Mit der gesetzlichen Regelung, die noch von Bundesministerin Manuela Schwesig auf den Weg gebracht wurde, kann ein weiterer Schritt Richtung Equal Pay gegangen werden.
Wichtigste Inhalte sind der individuelle Auskunftsanspruch und die Verpflichtung der Arbeitgeber zu prüfen, ob Männer und Frauen ungleich bezahlt werden.
Mitarbeiter in Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern können künftig Auskunft darüber verlangen, nach welchen Kriterien die Höhe des Gehalts ermittelt wurde und wie eine vergleichbare Tätigkeit entlohnt wird. Dieser Auskunftsanspruch tritt am 6. Januar 2018 in Kraft. Überwiegend wird dies außertariflich bezahlte Mitarbeiter betreffen.
Aus Beratungsfällen und Coachings weiß ich von haarsträubenden Fällen und horrenden Unterschieden, die keine betroffene Frau für möglich hielt und die nur durch Zufälle ans Licht kamen.
Wichtig ist aber auch die Sensibilisierung der Unternehmen. Noch vor einigen Jahren gingen Vorstände davon aus, dass eine ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern in ihren Unternehmen gar kein Thema sein kann. Der Equal Pay Day, nachhaltige Aktionen und die Aktivitäten aus dem Hause Schwesig haben das Thema auf die Agenda gebracht.
Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern, sind aufgefordert, regelmäßige Prüfungen der  Entgeltgleichheit im jeweiligen Unternehmen durchzuführen. Unternehmen, die verpflichtet sind, einen Lagebericht zu veröffentlichen, müssen künftig auch über das Thema Lohngleichheit und über Maßnahmen zur Umsetzung des EntgTranspG berichten.